Natalie`s Geschichte

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Natalie`s Geschichte

Beitrag  Berit am Fr Okt 23, 2009 5:29 pm

Vorab moechte ich gerne sagen, dass meine Freundin Berit und ich hier unsere Geschichten aus nur einem Grund der Oeffentlichkeit praesentieren:
Wir versuchen verzweifelt, unsere Kinder vor Missbrauch durch ihre Vaeter zu retten, ihre bereits entstandenen seelischen Schaeden zu heilen und ihnen wieder eine liebende Mutterssein zu duerfen .

Je mehr Zeit vergeht, desto groesser wird die Gefahr, dass dieser grosse seelische Schaden nicht mehr durch Behandlung - selbst wenn sie auf PAS- Kinder – PAS-kinds.com- speziell ausgerichtet ist - rueckgaengig gemacht werden kann.
Diese extreme Manipulation durch den Vater ist seelischer Missbrauch unserer Kinder.
Ich bin bereit, alles von mir zu geben, damit mein -mittlerweile siebenjaehriges - Kind doch noch eine Chance bekommt, bei mir normal aufzuwachsen und spaeter als Erwachsener keine bleibenden seelischen und koerperlichen Schaeden davontraegt und sich nicht so entwickelt wie sein Vater.
Mein Ex und ich lernten uns 1992 in Deutschland kennen -er war Student- ich besuchte eine Fachoberschule.
Wir verliebten uns ineinander und zogen sehr schnell zusammen.

Er erzaehlte mir viel vom Islam und ich fand diese Religion faszinierend und fuehlte mich auch aus diesem Grund sehr zu ihm hingezogen.
(Heute muss ich sagen, dass sein Verhalten unseren zwei gemeinsamen Kindern und mir gegenueber absolut antiislamisch ist und einer der vielen Gruende ist, warum ich vor ihm vor nun mehr als zwei Jahren mit meinen Kindern gefluechtet bin).

Unsere Beziehung wurde sehr schnell ernsthaft und wir besuchten nun jedes Jahr gemeinsam seine Familie in Israel, die mich sehr freundlich aufnahm.
Bald beschlossen wir, nach Israel zu ziehen und eine Familie zu gruenden , weil er in Deutschland sich nicht wohl fuehlte und sich nach seiner Familie sehnte.
Wir siedelten im Fruehjahr 2000 um und renovierten eine Wohnung im Haus seiner Eltern in einer arabischen Stadt in Israel - wir bekamen eine grosszuegige finanzielle Starthilfe von meinen lieben Eltern.
Leider hatten wir einen unglueckseeligen Start in meiner neuen Heimat, denn gleichzeitig mit unserem Umzug starb mein Schwiegervater und meine Mann verfiel in Depressionen, die immer schlimmer wurden.
Ich versuchte ihn seelisch zu unterstuetzen, aber anstatt naeher zusammen zu wachsen, entstand eine Kluft zwischen uns.
Er isolierte sich (wir waren nur zu Hause und er hatte nie Lust, jemanden zu sehen - nur ab und zu besuchten wir seine Geschwister ) - und somit uns- von allem und sah sein gesamtes Leben nur noch negativ.
Ich haette gerne etwas Sinnvolles gemacht - z.b. hebraeisch lernen, aber das lehnte er ab- fuer ihn eine unnoetige Geldausgabe.Erst nachdem meine Eltern das Geld dafuer schickten, "durfte" ich das, aber dann ging es nicht mehr, weil ich schwanger geworden war und mich die ersten Monate gesundheitlich schlecht fuehlte.
Unsere Beziehung wurde durch meine Schwangerschaft leider nicht besser- er regte sich ueber Kleinigkeiten sehr schnell und uebertrieben auf- schrie mich oft an, beleidigte mich sehr oft massiv verbal und schlug mich sogar - er machte mich fuer alles Schlechte in seinem Leben verantwortlich - er terrorisierte mich seelisch richtiggehend.
Einmal warf er aus Wut ueber irgendwas (ich weiss nur noch, dass es nichts Besonderes war) alle Moebel in der Wohnung durcheinander.
Nun hatte ich eineinhalb Jahre nicht mehr meine Familie (vier Geschwister teils mit Familien) in Deutschland gesehen und wollte sie besuchen. Darueber gab es großen Streit.
Schliesslich durfte ich sie fuer zwei Wochen besuchen -meine Eltern mussten zahlen, sonst haette er mich nicht reisen lassen- , und nun erzaehlte ich meiner Familie endlich die Wahrheit über unsere Ehe. Meine Eltern waren total geschockt, weil ich niemals vorher etwas erzaehlt hatte, und wollten, dass ich bei ihnen bleiben sollte. Ich wollte das auch so gerne.
Als er erfuhr, dass ich vorhatte, fürs die nächste Zeit erst einmal bei meiner Familie in Deutschland zu bleiben und über unsere Zukunft nachzudenken, flehte er mich an, bitte doch gleich wieder zurueckzukommen und schwor, sich grundlegend zu aendern und zu bessern.
Meine Eltern kontaktierten einen Anwalt, und wir stellten viele Fragen bezueglich meiner rechtlichen Situation hier in Israel - letztendlich meinte dieser Anwalt, dass ich es doch noch einmal versuchen sollte mit meinem Mann- unseres Kindes wegen.
Ich fuehlte mich seelisch , moralisch und auch aus religioesen Gruenden verpflichtet, unserem ungeborenen Kind nicht seinen Vater vorzuenthalten, und kehrte zu ihm zurueck.
Leider begannen unsere Probleme gleich wieder von neuem.
Ich sprach oft mit seiner Familie ueber unsere schlechte Ehe, aber seine Familie konnte und wollte nicht helfen.
Es gab etliche extreme Vorkommnisse im Laufe der Jahre (ich habe hier nur einige Beispiele aufgeschrieben) - neben den "alltaeglichen" seelischen Grausamkeiten mir gegenueber- und auch damit unseren Kindern gegenueber- , denn er schien es darauf anzulegen, die Kinder immer einzubeziehen in wie auch immer geartete Konfliktsituationen zwischen uns.
.
Einmal bat ich eine seiner Schwestern instaendig darum , ihren Bruder zu einer Psychotherapie zu bewegen, weil sein Verhalten mir und auch seinen Kindern gegenueber unertraeglich und absolut unakzeptabel war.
Sie sagte mir nur: "Du musst ihn einfach mehr lieben, dann wird er sich bessern !".
Ich sah keine Moeglichkeiten mehr, unsere Ehe auf dieser schlechten Basis so weiterzufuehren - auch vor allem, weil unser Kind (damals dreieinhalb) darunter sehr zu leiden begann.
Er begann sich mir gegenueber schon,wie sein Vater zu verhalten.
Wenn er nicht immer sofort seinen Willen bekam, schrie er mich auch an und benuetzte dieselben unaussprechlichen Schimpfwoerter, wie sein Vater mir gegenueber (z.b. "Hure!", "Fuck you!"...
Unser Sohn war hyperaktiv, unausgeglichen, schlug oft andere Kinder und schlief nachts unruhig.
Mein Ex bedrohte ihn, wenn er mal wieder "nicht brav " war:
"Wenn du das nochmal machst, fahr ich nachts mit dem Auto irgend wohin, lass dich allein im Dunkeln und fahre weg", oder:
"Naechstes Mal werde ich dich ganz fest schlagen!", oder:
,"Du Idiot - wirst nie was schaffen!"
Ich musste meinen Mund bei solchen Situationen halte, sonst haette er mit mir auch herum gebruellt und geholfen haette es sowieso nichts - im Gegenteil!
Mein Sohn knabbert seit dieser Zeit seine Fingernaegel bis auf die Wurzeln herunter, und das tut er heute noch!
Ich kann nicht sagen, dass der Vater seine Kinder schlug, aber ich nenne dieses Verhalten seelische Gewalt an Kindern - fuer Kinder ist das genauso schlimm, als wuerden sie geschlagen werden.
Ich lebte in einer gewalttaetigen Beziehung mit meinem Mann und sah keinen Ausweg - oft glaubte ich ihm sogar, dass ich schuld an allem waere.
Ich hatte Angst vor ihm- er machte mich seelisch kaputt durch die staendigen Vorwuerfe und ich hatte laengst kein Selbstwertgefuehl mehr.
2005 wurde unser zweiter Sohn geboren.
Mein Mann behandelte mich wie seine Sklavin - ich musste alles ertragen (sein respektloses, gemeines Benehmen mir gegenueber, seine Wutausbrueche, Schreiereien, Beleidigungen, Bevormundungen, Kontrollen) - und noch dazu den Mund halten.
Vor den Leuten und - meistens vor seiner Familie - zeigte er sein freundliches, hoefliches Gesicht und machte Scherze , aber innerhalb unserer Wohnung, wenn wir alleine waren, kam sein boesartiges, gemeines Gesicht leider oft genug zum Vorschein
z.B. wollte ich mal wieder -einmal im Jahr durfte ich- meine Familie in Deutschland besuchen.
(Natuerlich vorausgesetzt,dass meine Eltern den Flug zahlten).
Ich war im 4. Monat schwanger und der Zeitpunkt war vernuenftig fuer einen Besuch, denn ansonsten wuerde ich sie erst im kalten Winter besuchen koennen- mit unseren dann zwei Kindern- das eine davon erst zwei oder drei Monate alt.
Ich wollte auch so gerne meine Schwester sehen, die gerade auch zu Besuch bei meinen Eltern in Deutschland war (sie ist in Griechenland verheiratet).
Ich bat ihn also freundlich um diesen Besuch im Sommer, aber da flippte er total aus und bruellte, dass erst ein halbes Jahr seit meinem letzten Besuch vergangen waere- als ich sagte, dass sein Benehmen doch unmoeglich waere, schlug er mich - holte den heiligen Koran und schwor, indem er seine Hand auf ihn legte, dass ich diesen Besuch in jenem Sommer nicht antreten wuerde.
Ich sagte ihm, dass ich sein Verhalten nicht akzeptieren wuerde.
Daraufhin schrie er mich an, dass er sich jetzt und sofort von mir scheiden lassen wuerde und wir jetzt sofort zum Schariagericht fahren werden.
Ich liess es darauf an kommen, und wir verliessen das Haus.
Zu erwaehnen waere noch, dass seine Mutter mich am Kleid zog und schrie:" Wenn du jetzt dieses Haus verlaesst, dann komm nie wieder!"
Wir hatten bisher immer ein herzliches Verhaeltnis zueinander gehabt.
Das Schariagericht war zu, und wir fuhren wieder nach Hause, wo schon die Familie sich versammelt hatte.(Spaeter sagte mir seine Schwester, dass er bestimmt gewusst hatte, dass das Gericht zu sei - "er wollte mir nur ein Angst machen" - eine "Erziehungsmassnahme?? ).
Es gab eine Familienkonferenz und ich musste mich fuegen, dass ich erst im Winter meine Familie besuchen durfte und meine Schwester fuer ein weiteres Jahr nicht sehen wuerde.
An diesem Tag bewegte sich mein ungeborenes Baby das erste Mal.
Als ich ein paar Tage spaeter doch noch einen vorsichtigen Versuch machte, ihn umzustimmen, schlug er vor Wut ein Loch in das hoelzerne Kopfteil des Bettes.
Im folgenden Winter dufte ich dann meine Familie mit unserem Zweitgeborenen besuchen,( zwei Wochen) aber als ich zurueck kam, machte er mir die Hoelle heiss - ich sollte dafuer "bezahlen", dass ich nicht Lust gehabt hatte, jeden Tag abends mit ihm so lange zu telefonieren, wie er es fuer angebracht hielt.
Als ich aus Deutschland abends mit den Kindern zurückkehrte, begrüßte mich die Familie freundlich. Aber kaum waren die Kinder zu Bett gebracht und eingeschlafen, die Familie gegangen, begann ein nächtlicher Terror. Er machte mir unendliche Vorwuerfe, fast die ganze Nacht schrie er mich an- ich nenne das verbale Gewalt- verbale Gewalt ist genauso schlimm und zerstoererisch wie physische Gewalt, das sagte mir spaeter meine Sozialarbeiterin im Frauenhaus - eineinhalb Jahre spaeter.
Am naechsten Morgen ging er zur Arbeit- ich nahm meine Kinder und fluechtete zu meiner Freundin in der gleichen Stadt- ihr Mann erlaubte mir, zu kommen.
Mir war gar nicht klar gewesen, dass ich das islamisch gesehen nicht durfte:
Mit einem fremden Mann unter dem selben Dach naechtigen.
Ich stellte mir naiv -wie ich damals war- vor, dass ich von ihnen aus die Scheidung beantragen koennte und ein paar Tage erstmal dort bleiben koennte.
Nach Deutschland zu meiner Familie konnte ich ja nicht fluechten - mein Ex haette mich sofort vor dem israelischen und dem deutschen Gericht der Kindesentfuehrung angeklagt, und wahrscheinlich haette er es sogar geschafft, die Kinder durch einen Gerichtsbeschluss schnell wieder nach Israel bringen zu lassen (Deutschland und Israel haben die Haagener Konventionen unterschrieben).
Nachdem mein Ex mich also nicht zu Hause am Abend vorfand, ging er zur Polizei, um mich anzuzeigen, aber dort erhielt er einen Anruf von jemandem, der ihm sagte, wo ich zu finden war.
Er kam mit seiner Familie und beschwor mich, nach Hause zu kommen.
Alles taete ihm ja so leid und er wuerde mich und die Kinder ja so lieben...
Ich musste zu ihm zurück, denn inzwischen bedrohte er die Familie meiner Freundin und mir wurde bewusst, dass sie in Zukunft auch in Gefahr vor ihm und seiner Familie leben wuerden. So war ich sehr verzweifelt und traurig am gleichen Abend wieder bei ihm mit den Kindern und durfte von nun an meine Freundin nicht mehr sehen.
Das war fuer mich doppelt schmerzhaft, weil auch unsere Kinder so eng wie Brueder aufgewachsen waren, und fuer meinen damals fast vierjaehrigen Sohn war das wirklich ein Trauma.
Die Freundin wohnte sehr nah bei uns, und jedes Mal war es ein Drama fuer meinen Kleinen, an ihrem Haus vorbeizumuessen.
Er konnte das natuerlich nicht verstehen.
Ich war bereit mich um unserer Ehe willen zu fuegen.
Wichtiger als alles andere war mir ein gutes Verhaeltnis zu meinem Mann auch weiterhin, was blieb mir anderes uebrig?.
Aber dieses Opfer von mir reichte auch nicht.
Einige Wochen spaeter war alles wie vorher.
Seine Wutausbrueche ueber Kleinigkeiten haeuften sich.
Mal war er wegen irgendwas sauer und schlug auf mich ein, als ich unser Baby auf dem Arm hatte.
Einmal bedrohte er mich mit mehreren Messern und drohte, mich umzubringen.
Ich sagte zu ihm: "Dann mach es doch!"
Ich war seelisch schon so kaputt und zermuerbt , dass mir alles egal war.
Er steckte die Messer wieder in den Messerblock und bruellte: "Gott soll Dich in das Hoellenfeuer werfen- da gehoerst du hin, du schmutzige Frau!".
Unser kleiner Sohn hatte alles gesehen und gehoert- meinem Ex war es immer vollkommen egal gewesen, was die Kinder von unseren Auseinandersetzungen mitbekommen- im Gegenteil, er machte mich mit Absicht oft vor ihnen fertig, weil er wusste, dass ich meinen Mund wegen der Kinder halten wuerde- und weil er wohl den Kindern vorfuehren wollte, dass Mama "nicht brav" sei .
Am naechsten Tag erzaehlte mein Sohn seiner Oma davon und sie lachte, weil sie gerne glauben wollte, dass "er das vom Kindergarten " aufgeschnappt hat.
Mein Ex spielte sich auch innerhalb seiner Familie als Tyrann auf, und niemand wollte sich mehr Aerger mit ihm einhandeln. Vor Jahren hatte er nach Streitigkeiten mit seiner Mutter ein halbes Jahr nicht mehr mit ihr gesprochen, und spaeter sprach er auch mit seinem aeltesten Bruder nach einem Streit ein halbes Jahr lang kein Wort mehr.
Die Familie versuchte halbherzig ab und zu mit ihm zu reden, um uns zu helfen, aber ihre vorsichtigen Bemuehungen blieben auf Dauer erfolglos.
Ich verstand mittlerweile laengst, dass sein Verhalten mir und den Kindern gegenueber nicht im Sinne des Islam war und egal, wie sehr ich mich bemuehte, ihn zufriedenzustellen, meine Versuche blieben leider erfolglos.
Frueher hatte ich immer die Schuld bei mir gesucht und mich immer bemueht, "mich zu bessern".
Im Fruehling 2007 kam meine Mutter uns besuchen, und er behandelte sie genauso schlecht wie mich.
Als sie einmal wagte, etwas zu sagen, was ihm nicht passte, schrie er sie an und beschimpfte sie.
Am naechsten Tag bat ich ihn, sich bei ihr fuer sein unbeherrschtes Verhalten zu entschuldigen, da rief er eine "Familiengerichtskonferenz" ein.
Weitere Details werde ich hier nicht schreiben-das ist nicht so wichtig, aber nur soviel: Meine Mutter benahm sich vorbildlich und alle hatten Respekt vor ihr..
Nachdem sie wieder heim nach Deutschland geflogen war, beschloss ich, dass ich meinen Mann verlassen musste mit den Kindern- koste es, was es wolle.
Er spuerte meine innere Kaelte und drohte mich zu erschiessen, wenn ich ihn oder seine Familie schlecht machen wuerde in der Stadt und drohte mich ins Feuer zu werfen....
Ich war wirklich nicht mehr in der Lage, weiter mit ihm zu leben und begriff, dass unsere Soehne zu den gleichen Tyrannen heranwachsen wuerden, wie er einer geworden war.
Endlos koennte ich noch schreiben, was noch alles vorgefallen ist im Laufe der Jahre- es ist einfach sehr viel, zu viel!
Letztendlich aber gaben mir meine Kinder die Kraft, aus dieser Ehehoelle auszubrechen.
Inzwischen hatte er laengst Ausreisesperre fuer die Kinder und mich gerichtlich verfuegt, aber das erfuhr ich erst viel spaeter.
Er hatte mitlerweile die Paesse der Kinder versteckt, das Passwort in unserem PC erneuert, so dass ich mit meiner Familie nicht mehr E-Mails schreiben konnte, kontrollierte staendig das Telefon, wenn er nach Hause kam, und ich sollte mich bei seiner Mutter "abmelden", wenn ich das Haus verlassen wuerde, wenn er zur Arbeit gefahren war...
Ich konnte kaum mehr was essen vor lauter Stress und hatte staendig Durchfall - wurde immer duenner, nahm neun Kilo ab, war nur noch ein Strich, niemand fragte, was los sei mit mir- ich wollte auch laengst nicht mehr, dass mich jemand fragen wuerde- ich wollte nur weg von ihm und wusste nicht, wie ich das schaffen sollte.
Zur Polizei traute ich mich auch nicht- ich haette laufen muessen den weiten Weg mit den Kindern - und man haette mich sehen koennen und mich vielleicht anhalten koennen, ausserdem wollte ich meine Kinder nicht zur Polizei bringen, um ihnen ein Trauma zu ersparen, besonders meinem aelteren, mittlerweile 5-jaehrigen Sohn.
Zur Polizei zu gehen, haette ja bedeutet, von dort aus weiter zu einem Frauenhaus zu fahren.
Mein Ex bedrohte mich, dass er angeblich Kameras im Haus installiert haette und auch auf Disketten meine Telefongespraeche gespeichert haette. In meiner Angst glaubte ich es ihm damals.
Ich sagte ihm, wenn er so etwas haette, koennte er es doch von mir aus gerne seiner Familie alles vorfuehren.
Er meinte nur haemisch, dass er ja viel zu gut waere, um mich vor seiner Familie schlecht darzustellen.
Ich fand letztendlich doch Moeglichkeiten, um an Informationen ranzukommen,
und setzte mich mit der Sozialbehoerde der Stadt in Verbindung.
Ich erklaerte meine Lage, und sie schickten mir ein Fahrzeug, das mich ins Frauenhaus in Haifa brachte, wo ich acht Monate bleiben sollte.
Meine beiden Soehne brauchten etwa zwei Monate, bis sie sich besser fuehlten.
Die erste Zeit dort war sehr schwer, weil mein aelterer Sohn mich mit den Schimpfworten, die er von seinem Vater gehoert hatte, beschimpfte und sehr aggressiv war.
Als es den Kindern besser ging, fingen die Besuche im Familienzentrum unter Aufsicht der dortigen Sozialarbeiter an.
Die Kinder spielten froehlich mit ihrem Vater (wie es auch heute noch ist - ich wuerde lieber sterben, als sie gegen ihren Vater aufzuhetzen, wie er es dann spaeter mit ihnen gemacht hat gegen mich!)
Er schrieb dem Gericht, dass wir im Frauenhaus den Kindern angeblich Ritalin geben wuerden zur Beruhigung- er haette niemals akzeptiert, dass es seinen Kindern jetzt ohne ihn im Frauenhaus viel besser ging. und sie anfingen, sich zu entspannen.
Besonders mein aelterer Sohn machte eine sehr positive Entwicklung durch im Frauenhaus und seine Hyperaktivitaet verschwand.
Es wurde ein sehr positiver Bericht fuer die Gerichte ueber mich und die Kinder vom Frauenhaus geschrieben.
Es war fuer mich auch keine leichte Zeit im Frauenhaus, aber ich wurde psychisch wieder staerker und belastbarer.
Ich bekam das Aufenthaltsrecht fuer die Kinder zugesprochen.
Meine Kinder und ich wollten nun im Januar 2008 in unsere eigene, neue Wohnung ziehen, aber neue, massive Probleme begannen schon, bevor ich aus dem Frauenhaus ausziehen konnte - er versuchte, mir die Kinder durch einen Scharia - Gerichtsbeschluss, von dem niemand etwas wusste, ausser ihm und sein Anwalt - und der Richter natuerlich ! - wegzunehmen).
Meine Anwaeltin legte sofort Widerspruch ein, aber wegen dieser Sache musste ich sicherheitshalber noch 6 Wochen laenger im Frauenhaus bleiben.
Dann zogen wir in unsere neue Wohnung, und nur wenige Wochen spaeter
begannen die Wochenendbesuche bei ihrem Vater und seiner Familie, und sie kehrten aufgehetzt gegen mich und aggressiv zurueck.
Teilweise schlugen sie auf mich sogar ein, wenn sie wiederkamen.
Mein aelterer Sohn war voller Vorwuerfe gegen mich und verweigerte alles moegliche - z.B. Anziehen, zur Schule gehen, Hausaufgaben machen, und es dauerte immer ein paar Tage, bis meine Kinder wieder sie selbst waren

Die Monate vergingen und trotz aller Schwierigkeiten begannen die Kinder und ich uns einzuleben und Freunde zu finden.
Mein aelterer Sohn kam in die erste Klasse und war ein ausgezeichneter und froehlicher Schueler und mein kleiner Sohn fuehlte sich in seiner Kindergruppe ausgesprochen wohl und ich hatte mit seiner Betreuerin Freundschaft geschlossen.

Nachdem wir ca. ein halbes Jahr getrennt von meinem Noch- Mann gelebt hatten, weigerte er sich ploetzlich, die Kinder von einem gerichtlich festgelegten regulaeren Wochenende zurueckzubringen.
Fuer mich begann der Alptraum nun erst richtig.
Nach zwei Wochen hatte ich es endlich geschafft, ein Gerichtsurteil in der Hand zu haben, das besagte, dass ich das Recht hatte, meine Kinder sofort zu mir zurueckzuholen.
Ich fuhr in seine Stadt (Polizei und Sozialbehoerden waren informiert), um meine Kinder abzuholen, aber ich war nicht darauf vorbereitet, was an diesem Tag passieren sollte.
Ich moechte Deails auslassen, aber es war der(vorerst) schlimmste Tag meines Lebens.
Nach einigem entsetzlichem hin und her sollte ich die Moeglichkeit haben , mir meine Kinder auf der dortigen Polizeistation endlich mitzunehmen, aber es war keine Kommunikation mehr zwischen mir und meinen Kindern moeglich.
Meine kleiner, gerade erst dreijaehriger Sohn hatte offensichtlich Angst vor mir, weinte und wollte sich nicht von mir anfassen lassen, und mein sechsjahriger Sohn schrie mich wuetend an, zerbrach meine Brille und schlug mit aller Kraft auf mich ein. Es half mir keiner, die Familie stand haemisch grinsend herum,
Letztendlich gelang es mir nur, meinen kleinen Sohn mit mir zurueck zu nehmen, der sich sehr schnell beruhigte, als er mit mir allein war.

Nun folgte eine schreckliche Zeit des Wartens und vergeblichen Hoffens auf die Rueckkehr meines aelteren Sohnes zu mir.
Mein Ex konnte trickreich mit dem israelischen Gerichtssystem zu seinem Vorteil spielen und letztendlich sah ich mein Kind - trotz all meiner verzweifelten taeglichen Bemuehungen-
erst nach fast einem halben Jahr wieder.

Mittlerweile weigerte er sich, mit mir zu sprechen (weder deutsch noch arabisch), sich anfassen zu lassen oder sich etwas von mir geben zu lassen.
Er benahm sich wie eine Geisel seines Vaters und dieser Zustand hat sich bis heute nicht geaendert.
Noch dazu nimmt mein kleinerer Sohn ( mittlerweile fast vier Jahre) woechentlich an dieser einstuendigen Begegnung im Familienzetrum teil und reagiert ebenfalls danach meist agggressiv auf mich und braucht Zeit, sich davon zu "erholen".
Bei diesen Treffen ist der Vater immer anwesend im selben Raum, obwohl es gesetzlich nicht erlaubt ist.

Letzte Woche gab es einen neuen Gerichtsbeschluss vom Schariagericht (ohne dass ich oder mein Anwalt davon erfuhren), der besagte, dass ich meinen kleinen Sohn dreimal die Woche, an den Festtagen zwei Tage, und ebenfalls an seinem Geburtstag, dem Vater uebergeben muss.

Da mir bewusst ist, dass ich meinen Sohn nicht mehr wiedersehen wuerde, wenn sein Vater und seine Familie ihn in ihre Haende bekommen, bin ich kurzfristig untergetaucht.
Einige Tage spaeter kam ich wieder nach Hause - momentan kann er nicht einfach mit seinem Anwalt und Polizei kommen und meinen kleinen Sohn mir wegnehmen, aber gerichtlich komme ich im Moment auch nicht weiter.
Alles dauert so unendlich lange - nicht mal die Scheidung habe ich inzwischen nach zweieinhalb Jahren vom Schariagericht bekommen.
Inzwischen gab es wieder verschiedene Termine beim Zivilgericht - aber wie gesagt, alles braucht unendlich viel Zeit, und die Situation meiner Kinder bleibt die Gleiche.
Mein aelterer Sohn kommt vielleicht in ein Heim fuer missbrauchte Kinder, aber das wird noch wahrscheinlich ein Jahr dauern, bis das wirklich passiert, werden meinem Ex viele Moeglichkeiten gegeben, Zeit zu gewinnen, um sein Ziel, mir die Kinder fuer immer wegzunehmen, zu verwirklichen.
Erwaehnen moechte ich noch, dass mein Ex vor der Richterin ausgesagt hat, dass er die ganze Problematik und was vor Gericht besprochen wird, mit seinem siebenjaehrigen Sohn bespricht. Kein Wunder, dass mein Siebenjaehriger so aggressiv und hasserfuellt mir gegenueber ist.
Ich hoffe, dass ich verstaendlich geschildert habe, in welcher Situation sich meine Kinder befinden.
Ich werde meine Kinder niemals aufgeben und alles mir Moegliche tun, damit ich auch meinen aelteren Sohn zurueck bekomme, meine Kinder geschuetzt und froehlich bei mir aufwachsen koennen.

Aber meine Moeglichkeiten sind sehr begrenzt.
Unsere Kinder sind in einer fuer sie lebensbedrohlichen Lage und benoetigen dringend Hilfe.
Wir bitten alle Institutionen und Menschen um Hilfe, uns im Kampf um unsere Kinder zu unterstuetzen.

Berit
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